Endlich – der Mindestlohn kommt!

Der Deutsche Bundestag hat seine Beratungen zur Lohnuntergrenze begonnen. Bundestag und Bundesrat beraten nun das Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie. Kernstück ist die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von 8,50 Euro pro Stunde. Ziel ist es, mehr Lohngerechtigkeit in Deutschland zu schaffen. Wir wollen Lohndumping in Deutschland mit dem gesetzlichen flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde beenden“, bekräftigte die Bundesarbeitsministerin und SPD-Bundestagsabgeordnete in ihrer Rede im Parlament. „Seit Jahren fordern wir gemeinsam mit den Gewerkschaften den Mindestlohn. Es ist ein Erfolg, dass wir als SPD ihn in den Koalitionsverhandlungen mit der Union durchgesetzt haben. Nun setzen wir den Mindestlohn zügig um“.

Am 1. Januar 2015 soll das Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie in Kraft treten. Ab dann soll auch endlich in Deutschland, wie in 21 anderen EU-Mitgliedstaaten, ein flächendeckender Mindestlohn für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in allen Branchen gelten. Abweichungen sind nur für klar begrenzte Fallgruppen vorgesehen, z. B. für Minderjährige ohne Berufsausbildung oder für Auszubildende. Bis zum 31. Dezember 2016 gilt eine Übergangsfrist, in der tarifliche Abweichungen vom Mindestlohn möglich sind. Allerdings soll dies nur auf der Grundlage des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes im Rahmen von Branchenmindestlöhnen oder des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes bei Leiharbeit gestattet werden – hier gilt bereits eine Lohnuntergrenze. Das Arbeitnehmer-Entsendegesetz soll dazu für alle Branchen geöffnet werden.

Ohne jede Einschränkung gilt der Mindestlohn ab 1. Januar 2017. Dann müssen überall im Land und in allen Branchen mindestens 8,50 Euro pro Stunde gezahlt werden. Außerdem sieht das Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie vor, Tarifverträge leichter für allgemeinverbindlich zu erklären. So soll der geringen Tarifbindung entgegengewirkt werden. Der Mindestlohn ist ein historischer Durchbruch. Gut vier Millionen Menschen in unserem Land werden vom Mindestlohn profitieren. Damit erfährt ihre Arbeit endlich die Wertschätzung, die sie verdient“, bekräftigte Andrea Nahles.

SPD stärkt THW mit zehn Millionen Euro

Die SPD-Bundestagsabgeordnete und Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat die beschlossene Erhöhung der Mittel für die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) begrüßt. Ob bei uns in der Region oder bei Notlagen in aller Welt. Das THW leistet ebenso schwierige wie wertvolle Arbeit, die wir als Sozialdemokraten auch finanziell noch besser unterstützen wollen.“ Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte einem Antrag von SPD und CDU/CSU zugestimmt, dem THW noch für das laufende Jahr zehn Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung zu stellen. Das sollte auch für alle Ortsverbände im Wahlkreis Ahrweiler eine gute Nachricht sein: Allein zwei Millionen Euro mehr werden an die ehrenamtlich getragenen THW-Gliederungen vor Ort gehen, in denen sich deutschlandweit rund 80.000 Helferinnen und Helfern engagieren.

Für die Anschaffung neuer Fahrzeuge stellen die Koalitions-Haushälter weitere sieben Millionen Euro bereit und stärken die Aus- und Fortbildungskapazitäten des THW mit 920.000 Euro. Über immerhin 80.000 Euro mehr kann sich die Vereinigung der Helfer und Förderer des THW freuen, die ebenfalls mit zusätzlichen Mitteln bedacht wurde. Der aktuelle Entwurf zum Bundeshaushalt 2014 sah vor, die insgesamt 668 THW-Ortsverbände mit rund 25 Millionen zu unterstützen. Für das THW insgesamt waren fast 180 Millionen Euro im Haushalt eingeplant. „Ich bin sicher, dass die zusätzlichen 10 Millionen aus Berlin auch für unsere THW-Mitglieder ein richtiges und wichtiges Signal der Solidarität und Anerkennung sind“, so Andrea Nahles.

Koalition mobilisiert neun Milliarden Euro für Bildung und Wissenschaft

Insgesamt neun Milliarden Euro wird der Bund zusätzlich in dieser Legislaturperiode für die Finanzierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung  aufwenden. Damit setzt der Bund gerade in Zeiten angespannter öffentlicher Haushalte ein wichtiges Signal.

Andrea Nahles, SPD-Bundestagsabgeordnete und Bundesministerin für Arbeit und Soziales, erläutert: „Bildung und Wissenschaft brauchen verlässliche Perspektiven. Deshalb hat die SPD sich dafür eingesetzt, die Finanzierung dauerhaft zu verbessern und Planungssicherheit zu schaffen. Mit der Einigung konnte dieses Ziel nun mit drei Schritten erreicht werden:

Erstens übernimmt der Bund die BAföG-Kosten. Dadurch gewinnen die Länder Spielräume für Investitionen in Schulen und Hochschulen von jährlich rd. 1,17 Mrd. Euro und zwar dauerhaft und schon 2015. Die SPD wird dies nutzen und eine substanzielle BAföG-Erhöhung durchsetzen.

Zweitens schaffen wir auch für Hochschulen mehr Planungssicherheit, weil sie der Bund künftig auch institutionell fördern kann. Damit entstehen neue Kooperationsmöglichkeiten im Wissenschaftsbereich, die dringend gebraucht werden. Hierüber setzen wir den von der SPD geforderten Einstieg des Bundes in eine bessere Grundfinanzierung der Hochschulen durch. Es ist bedauerlich, dass die Union weiterhin am Kooperationsverbot im Schulbereich festhält.

Drittens sichern wir Planbarkeit und Verlässlichkeit durch die Fortsetzung der drei Bund-Länder-Programme Hochschulpakt, Exzellenzinitiative und Pakt für Forschung und Innovation. Die Fortsetzung des Hochschulpaktes von Bund und Ländern stellt sicher, dass auch weiterhin all diejenigen, die ein Studium aufnehmen wollen, auch die gleiche Chance auf einen Studienplatz haben.

Mit der Einigung hat diese Koalition für die Bildung und Wissenschaft strukturell und langfristig bereits jetzt viel erreicht. Dies war ein guter Tag für Bildung und Wissenschaft in Deutschland.“

Bundestag beschließt Rentenpaket

Der Deutsche Bundestag hat mit breiter Mehrheit das neue Rentenpaket beschlossen. Nach Billigung des Bundesrates ist der Weg frei für die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren Arbeit. Neben der Rente mit 63 gehören auch die Mütterrente, eine verbesserte Erwerbsminderungsrente und eine Erhöhung des Reha-Budgets zum Rentenpaket. Zugleich wurde ein Anfang für flexiblere Übergänge vom Beruf in die Rente gemacht.

Auch die Bundestagsabgeordneten der Landesgruppe Rheinland-Pfalz der SPD-Bundestagsfraktion begrüßen das beschlossene Gesetzespaket. „Die SPD hat Wort gehalten“, betonte Gustav Herzog, Sprecher der Landesgruppe. „Lebensleistung anzuerkennen, war eine unserer zentralen Forderungen im vergangenen Bundestagswahlkampf. Unsere Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles schließt mit ihrem Konzept eine große Gerechtigkeitslücke. Menschen, die ihr gesamtes Leben lang hart gearbeitet und mit ihren Beiträgen die gesetzliche Rentenversicherung stabilisiert haben, verdienen Anerkennung und keine Abschläge bei der Rente.“

Ab dem 1. Juli 2014 kann nun die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren beantragt werden, wenn 45 Beitragsjahre erreicht wurden. Angerechnet werden auch Zeiten der Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen, Lohnersatzleistungen wie Schlechtwettergeld und Kurzarbeitergeld und Bezüge von Arbeitslosengeld I. „Kritiker malen eine Welle von Frühverrentungen an die Wand. Dem haben wir allerdings einen Riegel vorgeschoben. In den letzten beiden Jahren vor Renteneintritt wird Arbeitslosigkeit nur angerechnet, wenn der Betrieb stillgelegt wurde oder insolvent gegangen ist. Um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu schützen sind gezielte frühzeitige Entlassungen damit also ausgenommen“, erklären die sozialdemokratischen Abgeordneten aus Rheinland-Pfalz.

Die gesetzliche Rentenversicherung ist die zentrale Säule der Alterssicherung in Deutschland. Sie ist Lohn für Lebensleistung. Das Rentenpaket ist ein Beitrag für mehr Gerechtigkeit im Rentensystem, in dem die Lebensleistungen von Menschen besser anerkannt werden, die mit Arbeit und Anstrengung die Rente der Generation vor ihnen aufgebracht, die heutigen Beitragszahler großgezogen und zum Wohlstand unseres Landes beigetragen haben. Andrea Nahles, Bundestagsabgeordnete und Ministerin für Arbeit und Soziales, betont: „Die SPD packt an. Viele Vorhaben, die wir erfolgreich im Koalitionsvertrag durchsetzen konnten, sind bereits auf den Weg. Wir wollen und werden das Leben der Menschen verbessern.“

Deutscher Bundestag schreibt Wissenschaftspreis 2014 aus

Auch in diesem Jahr wird der Deutsche Bundestag wieder einen Wissenschaftspreis verleihen. Gesucht werden schlaue Köpfe, die sich dem Parlamentarismus verschrieben haben! Darauf weist Andrea Nahles, SPD-Bundestagsabgeordnete und Bundesministerin für Arbeit und Soziales, hin: „Der Wissenschaftspreis würdigt herausragende wissenschaftliche Arbeiten der jüngsten Zeit, die sich mit dem Parlamentarismus beschäftigen und uns die parlamentarische Praxis besser verstehen lassen.“ Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Für die Bewerbung gelten folgende Regeln: Wissenschaftliche Studien können sowohl vom Autor selbst als auch durch Dritte vorgeschlagen werden. Die Werke müssen in dreifacher Ausfertigung und nach Abschluss der gegebenenfalls vorangegangenen akademischen Verfahren eingereicht werden. Der Bewerbung ist, ein Lebenslauf beizufügen. Berücksichtigt werden nur bereits publizierte Arbeiten, die seit dem 1. Juli 2012 erschienen sind.

Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Fachjury aus Wissenschaftlern. Anwärter und Befürworter einer wissenschaftlichen Arbeit müssen sich bis zum 15. Juli 2014 an folgende Adresse wenden:

Deutscher Bundestag
Fachbereich WD 1
Wissenschaftspreis
Platz der Republik 1
11011 Berlin

E-Mail: vorzimmer.wd1@bundestag.de

Tel.: 030 – 227 38629
Fax: 030 – 227 36464

Andrea Nahles hofft, dass sich viele Interessenten beteiligen: „Wir können stolz sein auf unsere parlamentarische Demokratie.  Sie ist der Boden, auf dem unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung steht und ein Vorbild für viele andere Länder. Deshalb finde ich die Forschung in diesem Bereich ungemein wichtig und hoffe auf rege Beteiligung.“

Otto-Wels-Preis für Demokratie verliehen

Mit dem „Otto-Wels-Preis“ erinnert die SPD-Bundestagsfraktion an die Rede, mit der der damalige SPD-Vorsitzende Otto Wels im März 1933 die Ablehnung des nationalsozialistischen Ermächtigungsgesetzes durch die SPD-Reichstagsfraktion begründete. Die Bundestagsfraktion der SPD hat nun zum zweiten Mal den Otto-Wels-Preis für Demokratie verliehen. Ausgezeichnet wurden gemeinnützige Kulturinitiativen, die sich für Integration und Demokratie engagieren. Thomas Oppermann, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, betonte im Rahmen des Festaktes, Anliegen des Otto-Wels-Preises sei es, die Erinnerung an die Schrecken der Nazi-Herrschaft wachzuhalten und das Bewusstsein gerade auch der jungen Generation dafür zu schärfen, dass die Grundlagen unserer Demokratie immer wieder erneuert sowie gefestigt werden müssen.

Die Auszeichnung geht an Menschen, die sich in besonderer Weise für Demokratie, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren. In diesem Jahr waren Vereine, Initiativen und Projekte, die sich mit den Mitteln von Kunst und Kultur für Demokratie und soziale Integration einsetzen, aufgerufen, sich für den Otto-Wels-Preis zu bewerben. Die SPD-Bundestagfraktion war vom Engagement und der Kreativität der Bewerberinnen und Bewerber beeindruckt. Die Vertreterinnen und Vertreter von vier Projekten waren ins Berliner Reichstagsgebäude zur Preisverleihung eingeladen worden.

Die Platzierungen:

1. Platz: Das Projekt „80vontausend – mehr Demokratie tragen“

Der erste Platz ging an das Audio-Demokratieprojekt „80vontausend“, an dessen Realisierung ganz demokratisch weit über 20 Initiativen, Vereine, Schulen- und Ausbildungseinrichtungen, Theater und Kunstvereine aus Berlin und Eisenach und zahlreiche Einzelpersonen zusammen gearbeitet haben, darunter Alte wie Junge, Menschen mit Behinderungen und Menschen mit Migrationshintergrund. Die Trägerschaft hatte der Verein „netzwerk junge ohren e.V.“ übernommen. Initiator und Künstlerischer Leiter war Hans Ferenz. Die offene Demokratie – so die zentrale Botschaft dieses ausgezeichneten Projektes – muss jeden Tag aufs Neue verteidigt werden. Die SPD-Bundestagsfraktion würdigte das außergewöhnliche Projekt mit dem Otto-Wels-Preis für Demokratie: „In besonderer Weise wurden hier Geschichten und Erlebnisse, die uns immer wieder neu den Wert von Demokratie aufzeigen, verständlich gemacht und in einer spektakulären Weise so aufbereitet, dass sie wirklich hautnah bzw. hörbar erlebt und erfahren werden können,“ so die Begründung der Jury.

2. Platz: Integrative Kulturwerkstatt Alte Schule im Johannes-Busch Wohnverbund Lüdenscheid

Der zweite Platz ging an die Integrative Kulturwerkstatt Alte Schule aus Lüdenscheid. Unter dem Motto „Kultur als Mittel der Integration“ leistet die Kulturwerkstatt einen erheblichen Beitrag zur Integration von Menschen mit Behinderung. Für die Kulturwerkstatt, die zu einer Wohneinrichtung gehört, zählt kulturelle Arbeit zu einem der tragenden Fundamente in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Künstlerische Talente zu fördern und zu professionalisieren, ist eines der Ziele der Einrichtung. Aber auch ein Kulturangebot für Menschen mit geistiger Behinderung zu schaffen, an dem sie teilhaben und das sie genießen können, zählt zu den Ansprüchen der Werkstatt aus Nordrhein-Westfalen.

3. Platz: Musikschule Gregorianum Laupheim

Der dritte Platz ging an die Musikschule Gregorianum in Laupheim. Die Musikschule hat in einem umfangreichen Projekt die Kinderoper „Bundibar“ vom tschechisch-deutschen Komponisten Hans Krása aufgeführt. Die Oper wurde 1938 komponiert und 1941 unter widrigsten Umständen im nationalsozialistisch besetzten Prag heimlich in einem jüdischen Kinderheim uraufgeführt. Zum diesem Zeitpunkt war der Komponist bereits im KZ Theresienstadt interniert. Nachdem auch die Kinder des Prager Waisenhauses dorthin deportiert wurden, studierten sie dort „Brunibar“ neu ein und führten die Oper über 50 Mal gemeinsam auf. 1944 wurden Hans Krása und fast alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Oper in Auschwitz ermordet.

3. Platz Arbeitskreis Kinderrechte Wedemark

Einen weiteren dritten Platz verlieh die SPD-Bundestagsfraktion an den Arbeitskreis Kinderrechte Wedemark mit ihrem Projekt „Kinderrechte mal 16“. Es beruht auf der Idee, Kunst und Kinderrechte miteinander zu verbinden. Ziel war es, in allen 16 Ortschaften der Gemeinde Wedemark je ein Kinderrechtskunstwerk im öffentlichen Raum zu schaffen. Auf Initiative des Arbeitskreises Kinderrechte haben sich Kinder und Jugendliche aus Schulen, Kirchengruppen oder Pfadfindervereinen mit ihren Rechten auseinandergesetzt. In Gruppen diskutierten und interpretierten sie ihre Rechte. Ihre Gedanken übersetzen sie anschließend mit Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern in eigene Kunstwerke, die nun in den Ortschaften der Gemeinde dauerhaft ausgestellt sind.

Fotos von der Preisverleihung sind im Flickr-Album der Fraktion abrufbar.

1. Mai – ein wichtiger Tag für die SPD und die Gewerkschaft

Der 1. Mai ist ein wichtiger Tag für die SPD und die Gewerkschaftsbewegung. Wir demonstrieren bundesweit für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Land. Die SPD hat in der Großen Koalition die Weichen für gute Arbeit und mehr Gerechtigkeit gestellt. Zum Tag der Arbeit 2014 können wir feststellen: Die Sozialdemokratie verbessert in der Großen Koalition die Grundlagen für faire und würdevolle Arbeit in unserem Land.

  • Die SPD setzt im Bund wie versprochen den gesetzlichen Mindestlohn durch; flächendeckend, für alle Branchen – und mindestens 8,50 Euro.
  • Der Einsatz eines Leiharbeiters wird künftig auf maximal 18 Monate begrenzt. Das ist ein wichtiger Schritt gegen die Zweiklassengesellschaft in Betrieben.
  • Mit der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren erkennen wir Lebensleistung an und schließen eine Gerechtigkeitslücke.
  • Lohndiskriminierung zwischen Frauen und Männern schieben wir mit dem Entgeltgleichheitsgesetz von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig einen Riegel vor.

Das sind gute Nachrichten für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserem Land sowie in unserer Region! Millionen Beschäftigte profitieren von diesen Verbesserungen. Die Bundesregierung setzt  den Koalitionsvertrag konsequent um: faire Löhne, Chancengerechtigkeit sowie gute und sichere Arbeitsbedingungen! Der 1. Mai ist ein Tag der Solidarität und kein Ort für Rechtsextremisten.

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„Mindestlohn – wenn nicht jetzt, wann dann?“

Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales und SPD-Bundestagsabgeordnete, hat in Mayen für ihre Rentenreform und den Mindestlohn geworben. Gut gefüllt war die Halle 129 in Mayen, in der die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) zur Konferenz „Gerechtigkeit am Arbeitsmarkt“ geladen hatte.

Nach der Begrüßung durch den FES-Mitarbeiter Dr. Martin Gräfe legte  Andrea Nahles in ihrem Statement die neuen Ansätze in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik dar. „Unser hart erarbeiteter Wohlstand muss endlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern ankommen. Das ist mein Ziel“, erläuterte Andrea Nahles. „Wir wollen diese Gerechtigkeitslücke schließen. Dafür brauchen wir den Mindestlohn, der ab Januar 2015 gelten soll und rund 4 Millionen Menschen zugute kommen wird!“ Weiterführend ging Andrea Nahles auf weitere Reformvorhaben ihres Ministeriums ein: „Wir wollen ein Mehr an Gerechtigkeit auch in der Rente. Dank der Mütterrente wird die Erziehungsleistung von Millionen von Frauen endlich anerkannt. Und unsere Reform ermöglicht es, nach 45 Beitragsjahren ohne Abschläge in Rente zu gehen.“

FES_2014Prof. Dr. Stefan Sell von der Hochschule Koblenz stimmte in seiner Rede Andrea Nahles zu und unterstrich, dass er keine negativen Auswirkungen des Mindestlohns erwarte. Zur Verhinderung von Altersarmut seien hingegen die eingeleiteten Schritte in der Rentenpolitik noch nicht ausreichend.

Thorsten Bröcker, Hauptgeschäftsführer vom Arbeitgeberverband „vem. die arbeitgeber“, brachte seine Position aus der Praxis für die Arbeitgeber vor und mahnte in der Rentenpolitik grundsätzlichere, tiefergehende Reformen an. Andrea Nahles stimmte dem zu und bekräftigte: „Wir haben jetzt eine gute wirtschaftliche Ausgangslage. Deswegen frage ich in Sachen Mindestlohn: wenn nicht jetzt, wann dann? Bei der Rente darf man sich nicht zurücklehnen, sondern muss langfristig reformbereit bleiben. Ich persönlich wünsche mir, dass wir die gesetzliche Rentenversicherung in Richtung Erwerbstätigenversicherung weiterentwickeln und dabei alle Erwerbstätigen einbeziehen.“

Nach der Diskussion auf dem Podium stellten sich die Anwesenden den Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Dabei gab es von Seiten des Publikums viel Unterstützung für die Reformen. Andrea Nahles bilanzierte: „Wir sehen bei Veranstaltungen wie dieser, dass wir mit unseren Ansätzen den Nerv der Menschen getroffen haben. Daher freue ich mich, wenn die neue Rente und der Mindestlohn bald im Deutschen Bundestag verabschiedet werden.“

„Der Einsatz von Kindersoldaten ist ein Schande für unsere Zivilisation!“

Weltweit gibt es etwa 250.000 Mädchen und Jungen, die in über 30 Ländern in Kriegen und Konflikten kämpfen müssen. Auf das Schicksal dieser Kinder hinzuweisen, das ist die Aufgabe des „Red Hand Day“, der seit dem Jahr 2002 jährlich weltweit begangen wird. In Deutschland hat sich die „Aktion Rote Hand“ auf die Fahnen geschrieben, möglichst viele Handabdrücke von Unterstützern zu sammeln und den politisch Verantwortlichen als Zeichen des Protests zu übergeben. Andrea Nahles, SPD-Bundestagsabgeordnete und Bundesministerin für Arbeit und Soziales, nahm in ihrem Bürgerbüro 119 Handabdrücke von Brigitte Streier, Mitglied der Plan-Aktionsgruppe, entgegen.

Aktion_Rote_Hand_2014

„Kinder in Kriegen als Kämpfer einzusetzen, ist ein abscheuliches Verbrechen. Daher kann ich die Forderungen der „Roten-Hand“-Unterstützer nur unterstützen“, erklärte Andrea Nahles beim anschließenden Gespräch. „Die Kinder werden gezwungen, die Befehle auszuführen, weil sie Angst um ihre Familie haben oder weil sie sich im Bürgerkrieg Schutz, Sicherheit und Versorgung erhoffen. Wir dürfen nie vergessen, dass bei allen Kriegen immer die Kinder diejenigen sind, die am meisten leiden. Diese Kinder dann auch noch aktiv als Kämpfer einzusetzen, das ist ein Zivilisationsbruch.“

Andrea Nahles sicherte Brigitte Streier und Marc Ruland, MdL, ihre Unterstützung zu und betonte: „Im Deutschen Bundestag und in der Bundesregierung sind alle Verantwortlichen sensibilisiert für dieses wichtige Thema. Wir sind uns alle einig: diese menschenverachtenden Praktiken gehören weltweit geächtet und bestraft – Kinder sind kein Kanonenfutter!“

SPD-Bundestagsfraktion lädt Jugendliche zum Zukunftsdialog ein

Die SPD-Abgeordnete und Bundesministerin Andrea Nahles ruft Jugendliche aus Ahrweiler und Mayen-Koblenz auf, sich für das Planspiel Zukunftsdialog der SPD-Bundestagsfraktion in Berlin zu bewerben. Interessierte zwischen 16 und 20 Jahren können sich ab sofort im Wahlkreisbüro in Andernach melden. „Ziel des Planspiels Zukunftsdialog ist es, jungen Menschen spielerisch einen Eindruck von der Arbeit einer Fraktion im Deutschen Bundestag zu vermitteln“, so Andrea Nahles. Drei Tage lang werden rund 100 Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende aus ganz Deutschland in die Rolle der Abgeordneten schlüpfen und über politische Zukunftsfragen diskutieren.

Was muss getan werden, damit Bildung in Deutschland besser wird? Wie verhindern wir Fachkräftemangel? Wie schaffen wir es, dass es am Arbeitsmarkt gerechter zugeht? Wie kann Integration besser gelingen? Welche Strategien müssen entwickelt werden, um Rechtsextremismus in Deutschland zu verhindern? Zu diesen und anderen Fragen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Ideen diskutieren und parlamentarische Initiativen entwickeln. Die Ergebnisse ihrer Arbeit in den Arbeitsgruppen werden die Jugendlichen am Ende des Planspiels den „echten“ Abgeordneten der SPD-Bundestagsfraktion vorstellen und übergeben.

Interessierte Jugendliche und junge Erwachsene werden gebeten, eine kurze schriftliche Bewerbung mit Angaben zu Alter, Person und Ausbildung einzureichen. In diesem Schreiben soll die Motivation für die Teilnahme dargestellt werden. Die Bewerbungsfrist endet am 01. Juni 2014. Per E-Mail unter andrea.nahles@wk.bundestag.de  oder telefonisch unter 02632 – 945 248 können sich interessierte Jugendliche melden und weitere Informationen anfordern. Weitere Informationen sind auch unter www.spdfraktion.de/planspiel abrufbar.