Tacheles über die Bundestagswahl wird geredet

So mancher Einwohner von Nickenich und Hausen hat nicht schlecht gestaunt, als es am Montagmorgen an der Haustür klingelte und die Chefin der SPD-Bundestagsfraktion Andrea Nahles vor der Tür stand. Andrea Nahles besuchte die beiden Orte ihres rheinland-pfälzischen Wahlkreises in der Eifel, um vor Ort mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. An etlichen Haustüren klingelte die Sozialdemokratin, um direkt von den Menschen zu erfahren, was die SPD in Zukunft besser machen muss und was den Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegt. Andrea Nahles: „Wir haben eine bittere Wahlniederlage hinter uns, aber die SPD verkriecht sich nicht, wir nehmen viele Anregungen mit nach Berlin, um den Menschen dort eine Stimme zu geben.“

Bei den Gesprächen in Hausen und Nickenich seien die Leute sehr offen gewesen, berichtet die SPD-Politikerin. Sie hätte viele Anregungen bekommen, zum Beispiel, dass die SPD sich wieder stärker als Arbeiterpartei aufstellen und sich mehr um die Zukunft der Rente kümmern müsse. „Heute wurde hier Tacheles geredet. Ich bin selber überrascht, wie positiv die Erfahrung heute war,“ so Andrea Nahles. Die SPD-Fraktion wolle sich in der Opposition unter anderem für die Belange der ArbeitnehmerInnen, der MieterInnen und der gesetzlich Versicherten einsetzen. „Wir wollen darauf achten, dass diese auch in Zeiten einer möglichen Jamaika-Regierung laut und deutlich Gehör finden“, unterstrich Andrea Nahles. Sie ist in diesen Tagen nicht allein unterwegs. Bis Ende der Woche werden viele der 153 SPD-Bundestagsabgeordneten im Rahmen der Aktion „Fraktion im Dialog“ im ganzen Land ausschwärmen und mit den Menschen vor Ort über Verbesserungen reden.