Synagogen sind Hoffnung und Mahnung zugleich

Einen außergewöhnlichen Vor-Ort-Termin absolvierte Andrea Nahles gemeinsam mit Heiko Maas ihn ihrem Wahlkreis: Sie besuchten die ehemalige Synagoge in Niederzissen. Bei einer Führung durch das ehemalige jüdische Gotteshaus durch Richard Keuler, den Vorsitzenden des Kultur-und Heimatvereins, erfuhren die Arbeitsministerin und der Justizminister interessante Fakten über das frühere jüdische Leben in der Eifel sowie über Schicksale der ehemals dort lebenden Juden. „Synagogen sind stets besondere Orte. Sie mahnen uns und gleichzeitig können sie auch einen Ausblick und Hoffnung für aufblühende Jüdische Kultur sein“, so Andrea Nahles. Nach der abgeschlossenen Renovierung im Jahr 2012 ist das Gebäude, das 1938 durch die Nazis entweiht und zerstört wurde, wieder für Gäste geöffnet. Mit großem Engagement hat der Kultur- und Heimatverein Niederzissen diesen Ort wieder aufleben lassen. Neben kulturellen Veranstaltungen und Ausstellungen, die im ehemaligen Synagogenraum stattfinden, findet sich im angrenzenden Anbau ein kleines jüdisches Museum.

Nach dem Besuch tauschten Heiko Maas und Andrea Nahles sich mit Flüchtlingsinitiativen und weiteren engagierten Menschen aus, die sich ehrenamtlich für geflüchtete Menschen einsetzen. Heiko Maas betonte, dass Integration nicht von heute auf morgen gelänge, sondern eine Daueraufgabe sei. Bezogen auf die Aktivitäten diverser rechtspopulistischer Bewegungen unterstrich er: „Die Lautstärke der Minderheit wird dadurch definiert, wie laut die Mehrheit ist.“ „Gerade vor dem Hintergrund der antidemokratischen Rechtspopulisten, die sich aufmachen, in unser Parlament einzuziehen, ist es umso wichtiger, Stellung zu beziehen. Ich bedanke mich bei Heiko Maas für seine klaren Worte und gleichzeitig bei den vielen Ehrenamtlichen, die sich aufopferungsvoll um die geflüchteten Menschen in unserer Region kümmern. Sie zeigen erneut, wie wichtig Menschlichkeit und Nächstenliebe gerade in diesen aufgeladenen Zeiten sind“, resümierte Andrea Nahles.