Maschinen aus Remagen sind international im Einsatz

Gemeinsam mit dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft 60+ der SPD im Kreis Ahrweiler sowie weiteren Mitgliedern  der regionalen SPD besuchte die Bundesministerin für Arbeit und Soziales und SPD-Bundestagsabgeordnete Andrea Nahles die FilaTech Filament Technology und Spinnanlagen GmbH in Remagen. Auf den Spinnanlagen, die in Remagen von über 80 Mitarbeiter*innen entwickelt und gebaut werden, können Membranhohlfäden für verschiedene Filter produziert werden. Diese kommen dann bei der Dialyse, der Gastrennung oder der Wasseraufbereitung zum Einsatz. Von der Entwicklung der einzelnen Maschine in der hauseigenen Entwicklungsabteilung, über die Fertigung vor Ort in Remagen, bis hin zum Aufbau der Anlage am Zielort liefert die Firma einen Service „aus einem Guss“. Dabei ist die FilaTech GmbH nicht auf den deutschen Markt beschränkt. Der Bedarf an Dialysefiltern liegt derzeit bei etwa 400 Millionen Filtern jährlich. Tendenz steigend.

Hintergrund ist die zunehmend verbesserte medizinische Versorgung insbesondere im asiatischen Raum. Legt man statistische Zahlen über den Behandlungsbedarf zugrunde, müssten weltweit noch deutlich mehr Filter jährlich benötigt werden. Das zeigt zum Einen, dass immer noch große Regionen in Schwellen- und Entwicklungsländern keinen Zugang zu adäquater medizinischer Versorgung haben. Zum Anderen verdeutlichen die Zuwächse der vergangenen Jahre, dass sich dieser Missstand stetig verbessert und sich gottlob noch weiter verbessern wird.

Andrea Nahles: „Die FilaTech GmbH ist ein beeindruckendes Beispiel für ein innovatives mittelständisches Unternehmen in unserer Region! Die Sachkenntnis, die man sich hier über Jahrzehnte erarbeitet hat, ist Grundlage für den Erfolg, erst recht im Ausland. Deshalb benötigen Unternehmen wie die FilaTech auch gut ausgebildetes Personal. Da müssen wir als Politikerinnen und Politiker ansetzen. Sei es, jungen Menschen beim Einstieg in die Ausbildung und das Berufsleben zu helfen oder bei dem Bemühen fachlich hoch qualifizierten Menschen eine Perspektive in der Region zu geben.“

Ebenfalls beim Besuch mit dabei war Dr. Thomas Kathöfer, Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF), die Andrea Nahles auf die Filatech GmbH und viele weitere forschende Unternehmen in ihrem Wahlkreis hingewiesen hatte, die in der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) aktiv sind. In einem kurzen Statement skizzierte Dr. Kathöfer die Arbeit der AiF und ging auch auf das konkrete Beispiel der FilaTech GmbH ein. Hierbei bezeichnete er das Unternehmen als „Echten hidden champion“ – also eine Firma, die hoch spezialisiert ist und deshalb im Allgemeinen wenig bekannt ist, aber andererseits in ihrem Fachgebiet in der Weltspitze mitspielt.

„Der Gedanke, dass Unternehmen aus unserer Heimat ans andere Ende der Welt hochspezialisierte Technik liefern, fasziniert mich. Das zeigt, dass wir hier Voraussetzungen haben, die man nicht beliebig nachstellen kann. Gut ausgebildete Menschen, faire Arbeitsbedingungen und Innovationsgeist sind die Grundlagen, auf denen Unternehmen wie die FilaTech GmbH entstehen und wachsen können“, so Andrea Nahles abschließend.