Gesucht: Ein offenes Haus für amerikanische Schüler

Für Tobias Stein aus Weibern beginnt im August die vielleicht spannendste Zeit seines Lebens: Er geht mit einem gemeinsamen Stipendium des Deutschen Bundestages und des Kongresses der USA für ein Schuljahr in die USA. Bundesministerin und Bundestagsabgeordnete Andrea Nahles hat für Tobias Stein die Patenschaft übernommen. Das Parlamentarische Patenschafts-Programm fördert bereits seit über 30 Jahren den transatlantischen Austausch. Teil des Austausches ist, dass die Stipendiaten als „Junior-Botschafter“ ihres Landes fungieren.

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„Das Programm lebt von den jungen Menschen, die hautnah eine andere Kultur erleben und gleichzeitig ein Stück ihrer eigenen Kultur vermitteln. Ebenso aber auch von den Gastfamilien in den USA und Deutschland, die für einen Stipendiaten ihr Zuhause öffnen“, sagt die Bundestagsabgeordnete Andrea Nahles.

Deshalb unterstützt Andrea Nahles die gemeinnützige Austauschorganisation Experiment e.V. dabei, neugierige Gastfamilien zu finden, die ab Anfang September eine/n US-amerikanische/n Schüler/in bei sich aufnehmen. Der interkulturelle Austausch ist für alle Beteiligten eine aufregende Zeit und ein unvergessliches Erlebnis. Wichtig sind Humor, Neugier und Toleranz sowie die Bereitschaft, den Gast als „Familienmitglied auf Zeit“ aufzunehmen – mit allen Rechten und Pflichten.

Wer Interesse hat, Gastfamilie zu werden, kann sich direkt an die Bundesgeschäftsstelle von Experiment e.V. in Bonn wenden. Ansprechpartner ist Matthias Lichan (Tel.: 0228 95722-21, Mail: lichan@experiment-ev.de). Wer sich als Schüler/in für ein Austauschjahr in den USA bewerben möchte, wendet sich an Sabine Stedtfeld (Tel.: 0228 95722-15, stedtfeld@experiment-ev.de).

SPD wird Pflege weiter stärken

Pflege geht uns alle an und die Weiterentwicklung der Pflegeversicherung ist ein wesentlicher Baustein, um auch in Zukunft gute Pflege gewährleisten zu können und das Vertrauen in eine gute Versorgung im Alter zu stärken. Für die SPD ist eine grundlegende Verbesserung der Pflege ein besonderer Schwerpunkt in dieser Legislaturperiode. Die steigende Lebenserwartung der Bevölkerung und die Zunahme des Anteils betagter Menschen an der Gesamtbevölkerung ist ein Zeichen für unseren gesellschaftlichen Fortschritt. Die zunehmende Zahl hochaltriger Menschen stellt die Pflegepolitik vor demografische und fachliche Herausforderungen. Dabei hat die SPD in dieser Legislaturperiode schon viele deutliche Verbesserungen für Pflegende, Pflegebedürftige und ihre Angehörigen erreicht, betont Andrea Nahles.

Mit dem ersten Pflegestärkungsgesetz wurde das Leistungsspektrum der gesetzlichen Pflegeversicherung deutlich ausgeweitet. Dadurch erhalten rund 2,7 Millionen Pflegebedürftige in Deutschland bereits seit dem 1.1.2015 mehr Leistungen. In der ambulanten Pflege wurden die Leistungen um rund 1,4 Mrd. Euro erhöht, für die stationäre Pflege um rund 1 Mrd. Euro. Pflegende Angehörige werden besser entlastet, indem die Unterstützungsangebote für die Pflege zu Hause ausgeweitet wurden und die Zahl der zusätzlichen Betreuungskräfte in stationären Pflegeeinrichtungen erhöhte sich deutlich. Zusätzlich wurde ein Pflegevorsorgefonds eingerichtet.

Mit dem Pflegestärkungsgesetz II wurde die umfassendste Änderung der Pflegeversicherung seit ihrer Einführung im Jahr 1995 vorgenommen, indem ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt wurde. Das heißt, die bisherigen drei Pflegestufen werden durch fünf Pflegegrade ersetzt. Damit wird der individuelle Bedarf bei Pflegebedürftigen sehr viel genauer ermittelt. An Demenz erkrankte Menschen etwa bekommen nun erstmals auch Unterstützung. Mit der Reform haben alle den gleichen Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Entscheidend ist lediglich, wie sehr die Selbstständigkeit tatsächlich eingeschränkt ist. Sichergestellt ist, dass niemand mit der Umstellung schlechter gestellt werden kann – viele aber besser. Zudem müssen Menschen, die im Heim gepflegt werden, künftig keine Steigerung des pflegebedingten Eigenanteils mehr befürchten.

„Mit dem dritten Pflegestärkungsgesetz, das wir in diesem Jahr beschließen möchten, werden die Rolle der Kommunen sowie die Pflegeberatung vor Ort deutlich gestärkt, damit Hilfe auch dort ankommt, wo sie dringend benötigt wird. Mit dem Pflegeberufereformgesetz möchten wir den Pflegeberuf deutlich attraktiver machen und mehr Menschen für dieses so wichtige Berufsfeld gewinnen“, so Andrea Nahles.

Andrea Nahles begrüßt die erfolgreiche Städtebauförderung

Im Jahr 2015 hat die Städtebauförderung des Bundes rund 1,4 Millionen Euro in kommunale Bauvorhaben in den Kreisen Ahrweiler und Mayen-Koblenz investiert. Dies erfuhr Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales und SPD-Bundestagsabgeordnete, aus dem Bundesministerium für Umwelt, Bau, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUB). Das ist ein gutes Signal für unsere Region.

„Wichtige Projekte wie die Sanierung der Altstadtkerne von Andernach oder Bad Neuenahr sind in dieser Zeit mit Bundesmitteln unterstützt worden“, so Andrea Nahles. „Mit der Bundesförderung helfen wir den Ländern und Kommunen bei der Bewältigung des demografischen und ökonomischen Wandels. Angesichts der Zuwanderung ist der Städtebau zudem ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Integration aller Bevölkerungsgruppen in den Städten und Gemeinden“, so Andrea Nahles. Im Jahr 2015 haben unter anderem die Stadt Andernach rund 146.000 Euro, Bad Neuenahr-Ahrweiler 150.000 Euro und Mayen sogar 166.700 Euro erhalten. Spitzenreiter war allerdings Burgbrohl, in dessen Ortskern 428.000 Euro investiert wurden.

Andrea Nahles unterstreicht: „Die Städtebauförderung ist eine außerordentlich erfolgreiche und bewährte Gemeinschaftsleistung von Bund, Ländern und Kommunen. Durch sie sind und bleiben die schönen Städte unserer Region lebens- sowie liebenswert.“

Andrea Nahles am EU-Projekttag im Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Andernach

In ganz Europa fand am 2. Mai bereits zum zehnten Mal der EU-Projekttag „Europa in der Schule“ statt. Schülerinnen und Schüler auch in Deutschland diskutierten mit Politikerinnen und Politikern über Europa. „Da mache ich gerne mit!“, war die spontane Reaktion von Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales und Bundestagsabgeordnete. Am Bertha-von-Suttner Gymnasium in Andernach berichtete sie über ihre Gedanken zu Europa. „Für mich ist Europa immer ein Zukunfts- und Hoffnungsprojekt gewesen“, sagte Andrea Nahles. Sie erläuterte in ihrer Rede, warum in ihrer Schulzeit der europäische Gedanke ein Hoffnungspunkt der Demokratie, der Freiheit und des Friedens war und zeigte sich als bekennende Europäerin. 

Andrea Nahles im Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Andernach

Andrea Nahles im Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Andernach

Andrea Nahles merkte an, dass heute bei vielen Menschen Europa mit dem Wort „Krise“ verbunden sei, obwohl vieles von dem, was mit Europa assoziiert wird, viel breitere Ursachen habe und Teil globaler Zusammenhänge sei. „Es lassen sich viele Herausforderungen und Probleme nicht auf der Ebene einzelner Staaten bewältigen.“ Es lohnt sich, für Europa, Frieden und Demokratie zu kämpfen und sich für das Projekt unserer Eltern und Großeltern einzusetzen. „Europa bedeutet Wohlstand und Wachstum im globalen Wettbewerb“, so die Ministerin „und Europa bedeutet heute auch soziale Gerechtigkeit sowie soziale Sicherheit“. Sie zeigte den Schülerinnen und Schülern Programme, wie Comenius, Erasmus oder Leonardo da Vinci, auf, die es jungen Leuten ermöglichen, in Europa zu studieren und zu arbeiten. „Bildung ist wichtig, vor allem, wenn es gilt, Vorurteile abzubauen,“ warb die Ministerin für diese Programme. 

Die Jugendlichen haben sich an diesem Tag intensiv mit der europäischen Idee beschäftigt. Sie nutzten die Gelegenheit, mit der Bundesministerin zu diskutieren. Kritisch hinterfragten sie die Erweiterungsstrategie der EU, eine merkbare Renationalisierung oder die Bedeutung der Währung für die Zukunft Europas. Sie warfen Fragen zum Thema TTIP, Rente, Altersarmut, den großen Bereich Flüchtlinge oder die Rolle der SPD als Volkspartei auf, die die Bundesministerin ausführlich beantwortete. Andrea Nahles ermunterte mit ihrem Besuch am Bertha-von-Suttner Gymnasium die Schülerinnen und Schüler, an der Zukunft Europas weiterzubauen: „Es ist für unser aller Zukunft wichtig, den Geist und die europäische Idee lebendig zu halten und zu leben.“