Jugendmedienworkshop im Deutschen Bundestag 2015

Andrea Nahles, Bundestagsabgeordnete und Bundesministerin für Arbeit und Soziales, bewirbt Workshop für junge Journalistinnen und Journalisten vom 7. bis 13. Juni 2015 im Deutschen Bundestag. Mittlerweile zum zwölften Mal findet der Jugendmedienworkshop statt. Die Veranstaltung wendet sich an junge Menschen, die ein besonderes Interesse an Journalismus, Medien und Politik haben. Der Deutsche Bundestag lädt gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Jugendpresse Deutschland e. V. 30 junge Journalistinnen und Journalisten zu einem Workshop nach Berlin ein.

Andrea Nahles erläutert: „Eine Woche lang werden die Jugendlichen hinter die Kulissen des parlamentarischen und medialen Geschehens in der Hauptstadt blicken. Sie hospitieren in Redaktionen, lernen Hauptstadt-Journalisten kennen, diskutieren mit Abgeordneten aller Fraktionen, besuchen Plenarsitzungen im Deutschen Bundestag und erstellen eine eigene Zeitung.“

„Digital Na(t)ives – Eine digitale Generation erobert die Gesellschaft“ lautet der Titel der Veranstaltung in diesem Jahr. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich mit Chancen, Herausforderungen und Risiken einer zunehmenden Digitalisierung in allen Lebensbereichen auseinandersetzen und die Antworten der Politik aus Sicht der jungen Generation hinterfragen. Bewerben können sich interessierte Jugendliche im Alter zwischen 16 und 20 Jahren mit einem journalistischen Beitrag zum Thema des Workshops. Eingereicht werden können Artikel, Video- /Audiobeiträge oder Fotoarbeiten. Interessierte Jugendliche können sich bis zum 19. April 2015 unter der Internetadresse http://www.jugendpresse.de/bundestag bewerben. Nach Eingang der Bewerbungsbeiträge wird eine unabhängige Jury die TeilnehmerInnen auswählen.

Andrea Nahles: „Ich würde mich sehr freuen, wenn sich viele junge Journalistinnen und Journalisten bewerben würden. Die Pressearbeit in Berlin live mitzuerleben, das ist sicher eine spannende Erfahrung!“

Equal Pay Day: Gesetz zur Entgeltgleichheit kommt

Heute ist der Tag, bis zu dem Frauen arbeiten müssten, um denselben jährlichen Durchschnittslohn wie Männer zu erwirtschaften. 22 Prozent beträgt die unbereinigte Lohnlücke und ist damit seit Jahren fast unverändert. Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales und SPD-Bundestagsabgeordnete, erklärt: „Diese Ungleichheit müssen wir endlich beenden. Dafür werden wir dieses Jahr den entscheidenden Schritt machen und die von Frauenministerin Manuela Schwesig geplanten gesetzlichen Regelungen zur Herstellung von Entgeltgleichheit auf den Weg bringen.“

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„Es ist blamabel, dass das wirtschaftlich erfolgreiche Deutschland in dieser Hinsicht EU-weit unter den Schlusslichtern ist“, merkt Andrea Nahles an. Selbst wenn man aus der Statistik herausrechne, dass Frauen öfter in Teilzeit arbeiten, für die Familie im Beruf pausieren und seltener in Führungspositionen seien, bliebe eine Lohnlücke von 7 – 8 Prozent. Dabei handele es sich um unmittelbare Lohndiskriminierung. Darauf weisen am heutigen Equal Pay Day diverse Aktionen hin. „Ich bin froh, dass nun endlich Taten folgen, damit dieser Missstand beendet wird. Gesetzliche Regelungen zur Entgelttransparenz sind dabei ein riesiger erster Schritt“, unterstreicht Andrea Nahles. Nur wo Lohndiskriminierung offengelegt werde, könne sie bekämpft werden. Doch Transparenz alleine reicht Andrea Nahles nicht, um die Lohnlücke zu schließen. „Berufe, in denen hauptsächlich Frauen arbeiten, müssen besser entlohnt werden. Der Mindestlohn hat uns dabei ein großes Stück vorangebracht. Darüber hinaus müssen die frauentypischen Berufe und deren Anforderungen neu bewertet werden.“

Genauso wichtig sei es, die Kinderbetreuung auszubauen und die Partnerschaftlichkeit in den Familien zu stärken. „Mit dem Elterngeld Plus haben wir ein Instrument, das nicht nur Männern in der Familie mehr Möglichkeiten verschafft, sondern auch Frauen im Beruf beweglicher macht. Die Frauenquote wird vor allem in der Wirtschaft das ihre dazu tun, einen Kulturwandel in den Chefetagen zu beschleunigen und die Unterschiede bei den Gehältern zu verringern. Mit der Kombination all dieser Bausteine tragen wir dazu bei, die Lohnlücke zu schließen. Ich bin sicher, dass der Equal Pay Day bald deutlich früher im Jahr stattfinden wird. Ziel bleibt allerdings das zeitliche Zusammenfallen von Equal Pay Day und Silvester auf denselben Tag“, so Andrea Nahles.

„Gleichwertige Lebensbedingungen nicht nur auf dem Papier!“

Die SPD hat durchgesetzt, dass ein massives Investitionspaket für finanzschwache Kommunen aufgelegt wird. Gemeinsam mit den anderen Entlastungen der Kommunen – etwa durch die volle Übernahme der Kosten für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder die je 500 Mio. Euro in 2015 und 2016 zur Bewältigung der gestiegenen Flüchtlingszahlen – entlastet die SPD in der Großen Koalition die Kommunen bis 2018 um mehr als 25 Mrd. Euro.

Andrea Nahles, Bundestagsabgeordnete und Bundesministerin für Arbeit und Soziales, spricht deshalb vom „größten Entlastungspaket für Kommunen seit Jahrzehnten“. Sie erläutert: „Wir stocken die bereits für 2017 beschlossene Entlastung der Kommunen auf insgesamt 2,5 Mrd. Euro auf. Das setzt eine Forderung der SPD-Fraktion um, für die wir uns bereits seit einem Jahr stark machen. Durch die zusätzliche Entlastung werden weitere Spielräume für kommunale Investitionen geschaffen. Noch in diesem Jahr stellen wir außerdem 3, 5 Mrd. Euro für das Sondervermögen „Kommunalinvestitionsförderungsfonds“ bereit. Damit werden in den Jahren 2015 bis 2018 Investitionen in finanzschwachen Kommunen gefördert, vor allem in den Bereichen Infrastruktur, das heißt Krankenhäuser, Lärmschutz Straßen, bei den frühkindlichen Einrichtungen, Schulen und Weiterbildungszentren sowie beim Klimaschutz. Die Länder bestimmen selbst, welche Kommunen einer Förderung bedürfen.“

Das Bundeskabinett hat am 18. März den Entwurf des Nachtragshaushaltes 2015 beschlossen. Nach jetzigem Stand wird die abschließende 2./3. Lesung im Bundestag am 22. Mai stattfinden. Nach Zustimmung des Bundesrates Anfang Juni kann das Gesetz dann in Kraft treten. Andrea Nahles ergänzt: „Die massive Hilfe für die Kommunen ist ein großer Erfolg für die SPD. Wir wollen, dass gleichwertige Lebensbedingungen nicht nur auf dem Papier stehen, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger erfahrbar sind!“

Gesucht werden die besten Ideen im und für das Alter – in der Stadt!

Mit dem Deutschen Alterspreis 2015 möchte die Robert Bosch Stiftung die besten Ideen im und für das Alter in der Stadt auszeichnen. Der Deutsche Alterspreis ist mit insgesamt 120.000 € dotiert und steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Manuela Schwesig. Darauf weist Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales und SPD-Bundestagsabgeordnete hin: „Die älteren Menschen von heute sind die Pioniere für morgen, die zeigen, was im Alter geht und wie es geht. Sie können und wollen die Gesellschaft und ihr Lebensumfeld mitgestalten. Vor allem für Städte und Gemeinden ist dies ein unschätzbares Potential, denn rund drei Viertel der Menschen in Deutschland sind Einwohner einer Stadtregion. Gleichzeit müssen aber auch Städte und Gemeinden kreative Ideen entwickeln, wie sie selbst die Voraussetzungen für ein solches aktives Altern schaffen.“

Die Robert-Bosch-Stiftung sucht daher:

  • …die besten Ideen im Alter in der Stadt: Bewerben können sich Einzelpersonen, Gruppen, Vereine und Organisationen, die zeigen, wie ältere Menschen mit ihrer Leistungsfähigkeit, ihrem Engagement und ihrer Kreativität das (Zusammen-)Leben in ihrer Stadt oder Gemeinde mitgestalten. Die Initiativen können aus allen gesellschaftlichen Bereichen kommen und sollen mit überholten Klischees über das Alter brechen, die Altersgrenzen auflösen oder den wertvollen Beitrag Älterer für die Gesellschaft sichtbar machen.
  • …die besten Ideen für das Alter in der Stadt: Bewerben können sich Städte und Gemeinden, aber auch Initiativen aus der Zivilgesellschaft, Wissenschaft oder dem unternehmerischen Bereich. Mit ihren Initiativen tragen sie zu einer altersfreundlichen Gestaltung des öffentlichen Lebensumfeldes bei und ermöglichen so ein langes und aktives Leben oder sorgen für den Dialog der Generationen.

„Ich bin überzeugt von dem Potential, das in den Bürgerinnen und Bürgern steckt. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn viele Menschen bei dem Wettbewerb mitmachen, betont Andrea Nahles.“ Alle Bewerbungen sollen mit Originalität überraschen und das Potential für neue Trends haben. Auch Initiativen, die beide der oben genannten Aspekte vereinen, können sich bewerben.

Nähere Informationen finden Sie unter www.alterspreis.de. Eine Bewerbung ist bis zum 22. April 2015 ausschließlich über das Online-Bewerberportal der Robert-Bosch-Stiftung möglich.

„Zukunft der Freizeitkicker gesichert“

Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales und SPD-Bundestagsabgeordnete, reagiert auf die Fragen, die bei Amateursportlern und Sportvereinen im Zusammenhang mit dem Mindestlohn aufgetreten sind: „Die Einführung des Mindestlohngesetzes wird von meinem Haus und mir intensiv begleitet. Dort, wo sich Fragen auftun, suchen wir den Dialog mit den Betroffenen. Wir sind uns einig, dass insbesondere im Amateur- und Freizeitbereich normalerweise keine wirtschaftlichen Interessen verfolgt werden. Das Engagement von tausenden Ehrenamtlichen und hunderttausenden Sportlern zeigt eindeutig, dass nicht die finanzielle Gegenleistung, sondern die Förderung des Vereinszwecks und der Spaß am Sport im Vordergrund stehen. Daher ist bei Sportvereinen, trotz Anmeldung über einen Mini-Job nicht zwingend von einem Arbeitnehmerverhältnis auszugehen. Vertragsamateure fallen somit nicht unter das Mindestlohngesetz.“

Zuvor hatte sich die Ministerin mit Vertretern des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) getroffen und über Lösungen für die Vereine diskutiert. Bei Vertragsamateuren handelt es sich um Mitglieder der Vereine, die eine geringe Bezahlung für ihre Spieltätigkeit erhalten und in der Regel als Mini-Jobber angemeldet sind. Andrea Nahles ergänzt: „Mit dieser Klarstellung wird den Sportvereinen eine einfache und handhabbare Lösung angeboten. Die Zukunft der Freizeitkicker in unserer Region ist gesichert!“

Grund zum Feiern am Internationalen Frauentag: die Quote ist Gesetz!

Am 8. März feiern wir einen historischen Frauentag: Es ist der letzte seiner Art, der ohne eine gesetzliche Quote für Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft und im Öffentlichen Dienst stattfindet. Der Gesetzentwurf zur Quote von Frauenministerin Manuela Schwesig wurde im Parlament verabschiedet. „Die Zeiten der wirkungslosen freiwilligen Vereinbarungen sind damit endgültig vorbei“, bekräftigt Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales und SPD-Bundestagsabgeordnete. „Mit der Quote wird ein weiteres wichtiges SPD-Projekt aus dem Koalitionsvertrag erfolgreich abgeschlossen. Für Aufsichtsräte von börsennotierten und voll mitbestimmungspflichtigen Unternehmen gilt damit in Zukunft eine feste Geschlechter-Quote von 30 Prozent. 3.500 weitere Unternehmen sind verpflichtet, feste Zielgrößen für ihre Aufsichtsräte und die zwei darunter liegenden Führungsebenen zu erstellen und einzuhalten. Für die Gremien des öffentlichen Dienstes gilt ebenfalls eine Quote von 30 Prozent, die im Jahr 2018 auf 50 Prozent erhöht wird. Außerdem wird das Bundesgleichstellungsgesetz modernisiert“, erläutert Andrea Nahles.

Pünktlich zum Internationalen Frauentag wurde das Gesetz am 06.03.2015 im Bundestag verabschiedet. Die jahrzehntelangen Forderungen der Frauenorganisationen werden nun endlich Gesetz. Das ist ein historischer Schritt, der auch bei Aktionen zum Internationalen Frauentag gewürdigt wird. „Mehr Frauen in Führungspositionen sind ein wichtiger Schritt für die Gleichstellung von Frauen und Männern. Das Gesetz zur Quote kann aber nur ein Baustein von vielen sein, denn Gleichstellung bezieht sich auf alle Lebensbereiche und nicht nur auf Karrierewünsche“, betont Andrea Nahles.

„Deshalb wollen wir mehr: ein starkes Gesetz zur Entgeltgleichheit, um die Lohnlücke zwischen Frauen und Männer von noch immer erschreckenden 22 Prozent zu bekämpfen, eine Familienarbeitszeit sowie den Ausbau von Ganztags-Kitas und -Schulen für eine bessere Vereinbarkeit. Die Kombination von Familie, Freizeit und existenzsichernder Erwerbsarbeit muss für alle möglich sein – unabhängig vom Geschlecht.“