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Andrea Nahles

Andrea Nahles - Generalsekretärin

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Presse-Spiegel

"Die Grünen werden nicht stärker als wir"

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles spricht im Tagesspiegel-Interview über den Wahlkampf in Berlin, die Integrationsdebatte und das Menschenbild von Thilo Sarrazin.

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21.01.2010

Nahles empfiehlt sich als Werbeträgerin

SPD- Generalsekretärin will ihre Heimatregion stärker anpreisen -  Diskussion über Tourismus

ROLANDSECK. Erst seit wenigen Wochen ist Andrea Nahles Mitglied im Bundesausschuss für Tourismus. Gemeinsam mit dem Remagener Bürgermeisterkandidaten Detlev Maaß bat sie nun Menschen aus der touristischen Praxis zum Dialog: Hoteliers, Gastronomen und weitere Unternehmer aus Remagen und den Stadtteilen kamen im Düsseldorfer Hof in Rolandseck zusammen, um ihren touristischen Standort einmal genau unter die Lupe zu nehmen.

Mit ihrer Bekanntheit möchte sich die hiesige Bundestagsabgeordnete und SPD- Generalsekretärin Andrea Nahles noch mehr für ihre Heimatregion einsetzen. "Ich habe mich selber immer als Werbeträgerin gesehen", betonte sie vor den touristischen Vertretern in Rolandseck. Fast penetrant "oute" sie sich immer als Eiflerin, wenn sie mal wieder als Pfälzerin vorgestellt wird.

"Ich rede immer wieder davon, wo ich herkomme", so Nahles. Und die Eifel hat einiges zu bieten. Darunter auch ein "touristisches Kapital", das aber stärker ins Licht gerückt werden müsse. Nach der Konzentration auf das Nürburgring- Projekt und den Vulkanpark sollten nun wieder touristische "Klassiker" wie die zuletzt vernachlässigte Rheinschiene zu ihrem Recht kommen. Doch dabei gelte es, die Gesamtstärke der Region über die Kreisgrenzen hinweg in den Vordergrund zu stellen und keine allzu regionalen Süppchen zu kochen. Bei den Landräten und dem rheinland- pfälzischen Wirtschaftsminister Hendrik Hering möchte Nahles deshalb eine stärkere Vernetzung bei der touristischen Vermarktung anregen.

Die touristischen Voraussetzungen in Remagen sind gegeben. Doch es müsse mehr dafür getan werden, die Stadt nach außen hin zu profilieren -  etwa als Standort von Kunst und Kultur, wie Galerist Christoph Noebel fand. "Remagen braucht ein zeitgenössisches Bild", sagte er, "einen Mix aus Tradition und Moderne". Unklar sei, ob die Stadt ein weiteres Hotel benötigt. Alle bisherigen Versuche, Hotelketten nach Remagen zu locken, blieben erfolglos. Nicht ohne Grund, wie die Hotelier- Brüder Michael und Leonard Pinger bemerkten: Eine Auslastung rund ums Jahr sei in der Römerstadt eben leider nicht gegeben.

Allerdings biete der Wander-  und Radtourismus auch für Remagen viel Potenzial. "Beim Tagestourismus könnte ein eigener Antritt Sinn haben", formulierte Nahles. Mit Blick auf Gäste aus dem nahen Nordrhein- Westfalen könnten themenspezifische "Tagespakete" geschnürt werden. "Da muss man gar nichts erfinden. Da reicht es, eine neue Schleife drum zu machen", so die Bundestagsabgeordnete.

Bei der Werbung um Gäste, die länger bleiben sollen, riet Nahles allerdings von touristischer Kleinkrämerei ab: Da sollte das Dreierpaket "Rhein- Ahr- Eifel" beibehalten werden. Ohne die Tourismus und Service GmbH (TSG) gehe es nicht. Doch aus der TSG- Mitgliedschaft könne mehr herausgeholt werden. Etwa, indem Remagen gemeinsam mit Bad Breisig und Sinzig Strategien entwickelt, um die Rechte der Rheinstädte innerhalb der Regionalwerbung stärker zum Ausdruck zu bringen. Dazu möchte auch Andrea Nahles ihren Beitrag leisten und die "entscheidenden Leute" zur Diskussion an einen Tisch holen.    (peo)

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