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Andrea Nahles

Andrea Nahles - Generalsekretärin

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Presse-Spiegel

"Wir müssen die Ängste ernst nehmen"

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles im Interview mit der Berliner Zeitung über Sarrazins Menschenbild, Schulen in Neukölln und verpflichtende Sprachtests.

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14.01.2010

RZ: Nahles nennt Defizite, SPD- Generalsekretärin spricht vor Senioren

AHRKREIS/ANDERNACH. 80 Bürger sind zum Andernacher Seniorenstammtisch ins Hotel am Markt gekommen. Von SPD- Generalsekretärin Andrea Nahles hörten sie, wo die Partei der Schuh drückt und wie sie aus der Krise will. "Ohne eine sorgfältige Analyse der vergangenen Jahre und ohne Eure Teilnahme gehen wir nicht in die Zukunft", sagte Andrea Nahles zum Auftakt des Dialogs. "Wir können die Wahlniederlage mit 23 Prozent nicht wegdiskutieren."

Zur Selbstkritik der Spitze gehört auch, zu oft nicht gehört zu haben auf das, was die Menschen beschäftigt. Der Umgang mit der Linken sei noch "nicht souverän". Die SPD brauche und werde die Linke aber auch nicht imitieren. Der Blick nach vorn lässt danach nicht lange auf sich warten, fällt aber kurz aus: Die SPD will schauen, wo Agenda 2010 oder Rente mit 67 nicht funktionieren, sich der Probleme annehmen und den Dialog suchen, wo es die meisten Probleme gibt.

Die macht Nahles auch in der Kommunalpolitik aus. Konzepte für ein rollendes Bürgerbüro werden entwickelt, um näher an den Bürgern dran zu sein. Diesem Ziel dient auch ein zweites Bürgerbüro, das Nahles noch in diesem Jahr in Bad Neuenahr- Ahrweiler eröffnet. Näher dran sein will die Generalsekretärin auch am Mittelstand: "Zu Unrecht schreibt man der SPD zu wenig Wirtschaftskompetenz zu. Dieses Bild wollen wir ändern." Lars Hörnig, der Vorsitzende der Andernacher SPD, erbittet Rückenwind aus Berlin. "Den werdet ihr haben", verspricht Nahles. Eine Urabstimmung über bestimmte Themen nennt sie, dann die Aufgabe, die teils erlahmten Strukturen vor Ort wieder zu beleben.

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