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Andrea Nahles

Andrea Nahles - Generalsekretärin

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Presse-Spiegel

"Wir müssen die Ängste ernst nehmen"

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles im Interview mit der Berliner Zeitung über Sarrazins Menschenbild, Schulen in Neukölln und verpflichtende Sprachtests.

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15.09.2009

Rhein-Zeitung: Stelle in Berlin ist begehrt - Heute im Porträt: Andrea Nahles (SPD)

Berliuner Luft schnuppert Andrea Nahles schon seit Jahren. Hier im Gleichschritt mit Kurt Beck, Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbrück. Foto: Rhein-Zeitung

Es gibt nur ein Direktmandat für den Bundestag, aber mehrere Kandidaten im Wahlkreis 199. Den Leserinnen und Lesern der RZ schickten sie ihre "Stellenbewerbung" .

REGION. Als Abgeordnete im Bundestag hat Andrea Nahles schon Erfahrung gesammelt. Ihr Mandat läuft wie das aller MdB jetzt aus, sie müssen sich alle auf den Posten in Berlin neu bewerben. Ein solches Mandat ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Für einen vergleichbaren Job in der freien Wirtschaft wird sehr viel verlangt. Die Rhein-Zeitung hat daher die Aspiranten im Wahlkreis 199 gebeten, sich für den Posten in Berlin auf klassische Art zu bewerben, und zwar beim Wähler/bei der Wählerin. An der Aktion hat sich auch Andrea Nahles beteiligt, der nach Mechthild Heil (CDU) heute der zweite Teil der Serie gewidmet ist. Drei weitere Kandidaten folgen noch.

Die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende tritt im Wahlkreis 199 für die Sozialdemokraten als Direktkandidatin an. Auf der Landesliste ist sie zudem auf Platz eins gesetzt. Ein "Betriebsunfall" wie bei der Bundestagswahl 2002, als sie trotz Stimmengewinnen der Sozialdemokraten wegen ihrer Platzierung auf der Landesliste den Sprung ins Parlament verpasste, scheint damit ausgeschlossen. Für Nahles geht es zudem um einen Ministerposten. Sollte Frank-Walter Steinmeier Bundeskanzler werden, ist die 39-Jährige aus Weiler bei Mayen für das Bildungsressort vorgesehen.    (rbr)

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An die

Wählerinnen und Wähler

im Wahlkreis 199

Betr. Bundestagswahl am 27. September 2009

Liebe Wählerinnen und Wähler

im Wahlkreis Ahrweiler,

hiermit bewerbe ich mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als zuständige Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis 199. Wie Sie meinem Lebenslauf entnehmen können, bin ich ein echtes Kind der Region: Ich bin in Mendig geboren und lebe in Weiler bei Mayen.

Zwar bin ich noch relativ jung, habe aber schon einen großen Erfahrungsschatz im politischen Bereich. In der SPD bin ich stellvertretende Parteivorsitzende, und meine Fraktion hat mir den Auftrag erteilt, in der Großen Koalition die arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Gesetze auszuhandeln. Besonders stolz bin ich daher auf meine Bilanz im Bereich der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik:

In unserer Regierungszeit ist es uns gelungen, wichtige Branchen in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz aufzunehmen. Viele neue Branchen mit über 3 Millionen Beschäftigten haben jetzt Zugang zu Mindestlöhnen und werden so besser vor Lohndumping geschützt. Dazu gehören unter anderem der gesamte Pflegesektor, die Postdienstleister, das Gebäudereinigerhandwerk und einige mehr.

Auch für unsere Region konnte ich in Berlin viel bewirken: auf meine Initiative hin konnte der Spatenstich für den Ahrtal-Radweg in Ahrbrück gesetzt werden. Auch für die Sanierung der Eisenbahnbrücke in Rech habe ich mich erfolgreich eingesetzt. Das sind nur einige aktuelle Beispiele. Ich bin Türöffnerin in Berlin für die Anliegen meiner Heimat. Gleichzeitig verstehe ich mich als Werbeträgerin für unsere Region zwischen Rhein, Ahr und Eifel. Meine guten Kontakte zur Landes- und Bundesregierung sind auch gut für unsere Heimatregion.

Seit mehr als zehn Jahren ist mein Bürgerbüro in Andernach offen für alle Bürgerinnen und Bürger. Ich kümmere mich um viele Sorgen und Anliegen, ob es um schwierige Behördengänge, Hilfe bei Fragen zur Pflegereform oder unzumutbaren Bahnlärm geht. Die Themen sind vielfältig, und ich kann häufig ganz konkrete Hilfe anbieten.

Sie sehen also, ich habe einiges erreicht, aber ich habe auch noch viel vor. Ich will mich weiterhin für ein Recht auf Ausbildung engagieren, mehr Investitionen in Bildung ermöglichen und für die Sicherung und Schaffung neuer Arbeitsplätze bei uns und in ganz Deutschland kämpfen. Meine Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen, sind gut und werden besser. Deshalb möchte ich auch in Zukunft meine Stärken in Berlin für unsere Heimat einsetzen. Daher bewerbe ich mich erneut um das hiesige Bundestagsmandat und bitte Sie um Ihre Stimme am 27. September.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Andrea Nahles

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