20.03.2009
Sind wir bis zum Wahltag dann vielleicht bei 20 Euro?» Nahles sprach sich dafür aus, dass in Deutschland - wie in Großbritannien - eine unabhängige Kommission aus Gewerkschaften, Arbeitgebern und Wissenschaftlern den Mindestlohn bestimmen und anpassen soll. Die Höhe dürfe nicht von den jeweiligen Mehrheitsverhältnissen im Bundestag abhängen.
Ein Sprecher der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sagte dem Blatt, die Forderung von Lafontaine zeige, dass gesetzliche Mindestlöhne im Wahlkampf zu einem populistischen Überbietungswettbewerb führten. Mindestlöhne untergrüben die Tarifautonomie und könnten Arbeitsplätze kosten.
Lafontaine hatte angekündigt, seine Partei wolle im Bundestagswahlkampf für eine allgemeine Lohnuntergrenze von zehn Euro die Stunde eintreten. Der DGB fordert seit 2006 einen Mindestlohn von 7,50 Euro.
Nahles und Arbeitgeber kritisieren Lafontaines Mindestlohnforderung
München (ddp). SPD und Arbeitgeberverbände lehnen die Forderung von Linksparteichef Oskar Lafontaine nach einem flächendeckenden Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde in Deutschland ab. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles sagte der «Süddeutschen Zeitung» (Freitagausgabe) laut Vorabbericht: «Ein Wettbewerb um die höchste Forderung beim Mindestlohn hilft niemanden.Sind wir bis zum Wahltag dann vielleicht bei 20 Euro?» Nahles sprach sich dafür aus, dass in Deutschland - wie in Großbritannien - eine unabhängige Kommission aus Gewerkschaften, Arbeitgebern und Wissenschaftlern den Mindestlohn bestimmen und anpassen soll. Die Höhe dürfe nicht von den jeweiligen Mehrheitsverhältnissen im Bundestag abhängen.
Ein Sprecher der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sagte dem Blatt, die Forderung von Lafontaine zeige, dass gesetzliche Mindestlöhne im Wahlkampf zu einem populistischen Überbietungswettbewerb führten. Mindestlöhne untergrüben die Tarifautonomie und könnten Arbeitsplätze kosten.
Lafontaine hatte angekündigt, seine Partei wolle im Bundestagswahlkampf für eine allgemeine Lohnuntergrenze von zehn Euro die Stunde eintreten. Der DGB fordert seit 2006 einen Mindestlohn von 7,50 Euro.


